Sozialverträgliche Instrumente für den Umweltschutz: Toolbox für die Bewertung und Entwicklung umweltpolitischer und umweltrelevanter Maßnahmen unter sozialen Gesichtspunkten (Toolbox soziale Umweltpolitik)

Im Projekt „Toolbox soziale Umweltpolitik“ entwickeln die GWS Osnabrück und das Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) praxisorientierte Konzepte und Werkzeuge, um soziale Wirkungen umweltpolitischer Maßnahmen systematisch zu erfassen, zu bewerten und in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Umweltpolitische Maßnahmen können, je nach Ausgestaltung, unterschiedliche Auswirkungen auf Einkommen, Beschäftigung, Lebenshaltungskosten oder Teilhabe haben. Ziel des Projekts ist es, die soziale Dimension von Umweltpolitik sichtbar zu machen und ihre Gestaltung sozial gerechter und gesellschaftlich akzeptabler zu unterstützen. Kern des Vorhabens ist eine anwendungsfreundliche Toolbox, mit der Fachreferate in Ministerien und Behörden frühzeitig mögliche soziale Verteilungswirkungen prüfen und berücksichtigen können. Neben einer Checkliste („Sozial-Check“) enthält die Toolbox methodische Leitfäden und praxisnahe Empfehlungen für eine sozialverträgliche Ausgestaltung umweltpolitischer Instrumente. Die GWS bringt ihre Expertise in der modellgestützten Politikfolgenabschätzung ein. Auf Basis quantitativer Szenarienberechnungen werden ex-ante Abschätzungen zu den sozialen und ökonomischen Wirkungen umweltpolitischer Maßnahmen durchgeführt. So lässt sich bereits in der Planungsphase erkennen, wie sich Maßnahmen auf Einkommensgruppen, Beschäftigung und Konsumstrukturen auswirken. Inhaltlich konzentriert sich das Projekt auf Politikfelder jenseits des Klimaschutzes, etwa Chemikalienpolitik, Rohstoffe, Circular Economy, Wasser, Biodiversität und Naturschutz, und schafft so ein Instrumentarium für eine sozial ausgewogene und wirksame Umweltpolitik.