Nachhaltige Finanzierungsmodelle für eine resiliente Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat im Frühjahr 2024 die Enquete-Kommission III „Wasser in Zeiten der Klimakrise“ eingesetzt. Die Kommission wird sich intensiv mit den Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels auf die qualitative und quantitative Wasserverfügbarkeit in Nordrhein-Westfalen beschäftigen sowie mit dem gesellschaftlichen Umgang mit dieser Veränderung. 

In diesem Kontext hat der nordrhein-westfälische Landtag ein Gutachten zu nachhaltigen Finanzierungsmodellen für eine resiliente Wasserwirtschaft in NRW beauftragt, das gemeinsam vom Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo Köln) und der GWS erstellt wird.

Aufbauend auf einer Skizze der institutionellen Rahmenbedingungen der Wasserwirtschaft wird dabei eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Finanzierungsinstrumente wasserbezogener öffentlicher Leistungen durchgeführt. Dabei werden die vier Handlungsfelder Trink- und Brauchwasserversorgung, Abwasserbewirtschaftung, Hochwasser- und Starkregenschutz sowie die Bewirtschaftung der Wasserrahmenrichtlinie in den Blick genommen. Ziel ist es dabei jeweils, eine Schätzung der finanziellen Bedarfe für eine zukunftstaugleiche resiliente Wasserwirtschaft in den vier Handlungsfeldern zu gewinnen. Dabei spielen die klimawandelbedingten Kosten für die Wasserwirtschaft sowie die Investitionen in Klimaanpassung eine wichtige Rolle. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung guter nationaler und internationaler Praxisbeispiele soll die Studie schließlich Optionen aufzeigen, wie bestehende Finanzierungsinstrumente optimiert und ggf. durch neue Ansätze verstärkt werden können. 

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