Ressourcen

Die globale ökonomische Wachstumsdynamik wurde in der Vergangenheit von einer stetigen Zunahme der globalen Ressourceninanspruchnahme begleitet. Um die hieraus resultierenden Umweltbelastungen zukünftig zu verringern, wird die nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen (Rohstoffe, Land und Wasser) allgemein als eine zentrale umweltpolitische Herausforderung anerkannt.

Langfristig erscheint es dabei erstrebenswert, die Wohlstandsentwicklung von der Ressourceninanspruchnahme zu entkoppeln. Doch wie kann eine solche Entkopplung gelingen und inwiefern können Politik, Produzenten und Konsumenten vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Welt hierzu beitragen?

Unsere Forschungs- und Beratungsaktivitäten im Themenfeld Ressourcen widmen sich der Beantwortung dieser Fragen. Aus einer meso-ökonomischen Perspektive verwenden wir empirisch fundierte Methoden und Analyseinstrumente (insbesondere das von uns entwickelte globale Simulationsmodell GINFORS), um nationale wie auch internationale ökonomische Entwicklungen und die damit verbundenen Ressourcennutzungen mittel- bis langfristig zu projizieren.

Die modellbasierten ex ante Simulationen kennzeichnet dabei ein hoher Grad an Vollständigkeit: Dank globaler Abdeckung und umfassender Berücksichtigung der jeweiligen Wirtschaftsstrukturen der modellierten Länder ist dieser Forschungsansatzes in der Lage, direkte wie auch indirekte Effekte Auswirkungen analysierter Maßnahmen (und somit auch sämtliche Rebound-Effekte) zu berücksichtigen.

In diesem Kontext sei auch auf unsere Kompetenzen zur Berechnung von Ressourcenindikatoren (RMC, RMI etc.) hingewiesen. Die globale Abdeckung unseres Modells ermöglicht die Berechnung dieser Indikatoren für einzelne Länder/Regionen auf Grundlage eines MRIO-Ansatzes, der entlang der gesamten globalen Wertschöpfungskette die in verschiedenen Produkten (der letzten Verwendung) direkt und indirekt enthalten Rohstoffe identifiziert.

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