Schaubild:
Projekttitel:
Untersuchung der Rolle der Energie- und Ressourcenproduktivität für ökonomisches Wachstum und Entwicklung von politischen Instrumenten zur Eindämmung makroökonomischer Rebound-Effekte
Projektbeschreibung:

Das vom BMBF über drei Jahre geförderte Vorhaben ReCap fokussiert auf das Phänomen, dass trotz erheblicher Effizienzfortschritte in den letzten 40 Jahren der absolute Verbrauch an Energie und Ressourcen in Deutschland nicht im entsprechenden Maße gesunken ist. Dies kann an Rebound-Effekten aber auch an anderen Determinanten des Wirtschaftswachstums und Nachfrageverhaltens liegen. Das Vorhaben strebt erstens an, das Verhältnis makroökonomischer Rebound-Effekte und anderer Determinanten des Wirtschaftswachstums zu untersuchen und ihre Bedeutung für den aggregierten Energie- und Ressourcenverbrauch empirisch zu überprüfen (Systemwissen). Zweitens möchte das Vorhaben Maßnahmen, mit denen makroökonomische Rebound-Effekte eingedämmt bzw. Wachstumstreiber abgeschwächt werden können, entwickeln und auf ihre ökologischen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen überprüfen (Orientierungswissen). Drittens strebt es an, in einem transdisziplinären Policy Innovation Lab (PIL) Empfehlungen zur politischen Umsetzbarkeit geeigneter Maßnahmen zu prüfen und somit die Chancen einer politischen Umsetzung möglichst „rebound-fester“ Instrumente zur absoluten Reduktion des Ressourcen- und Energieverbrauchs zu erhöhen (Transformationswissen).

Laufzeit:
2017
2020
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Projekttitel:
Energiewirtschaftliche Projektionen und Folgenabschätzungen 2030
Projektbeschreibung:

Im Rahmen der nationalen und internationalen Prozesse zur Implementierung von Klimaschutz- und Energiesystemstrategien besteht ein aktueller Bedarf an Projektionen und Folgeabschätzungen zur weiteren Entwicklung des Energiesystems bis 2030 bzw. 2050.
Die Basis dafür soll durch Szenarienarbeiten bereit gestellt werden, die umfassend ausgewertet und auf ihre Folgen für das Energiesystem sowie sozioökonomische und ökologische Folgen hin ausgewertet untersucht werden. Diese Szenarienarbeiten werden durch Varianten und Sensitivitätsrechnungen ergänzt und in einem ausgedehnten Konsultationsprozess diskutiert. Das Vorhaben wird von einem Konsortium aus FhG ISI, GWS und IINAS unter Leitung der Prognos AG bearbeitet.

Laufzeit:
2017
2020
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Projekttitel:
Analyse der deutschen Exporte und Importe von Technologiegütern zur Nutzung erneuerbarer Energien und anderer Energietechnologiegüter
Projektbeschreibung:

Die wirtschaftliche Seite der Energiewende wird oftmals verkürzt entlang von Kostenbelastungen und zusätzlichen Aufwendungen im Inland diskutiert. Die Transformation des Ener-giesystems und die Ausschöpfung der Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz eröffnen jedoch zusätzliche große Wachstumschancen für die Anbieter von Energietechnologiegütern. Die Chancen der Gesamtheit der Unternehmen, die mit Energietechnologiegütern und  -dienstleistungen  befasst sind und diese Güter exportieren – oder auch importieren – werden bislang wenig intensiv beleuchtet und beschrieben. Dabei stellen Anlagen zur Strom  und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie zur Steigerung der Ener-gieeffizienz technologisch anspruchsvolle Produkte dar, die somit gut zum Angebotsprofil der deutschen Industrie passen. Die Herstellung dieser Anlagen basiert auf komplexen inländischen wie internationalen Wertschöpfungsketten, sodass Importe und Exporte von Energietechnologiegüter einen – bislang unzureichend quantifizierten – Einfluss in der deutschen Volkswirtschaft entfalten. Für eine Exportnation ist diese Wissenslücke erstaunlich und soll im Rahmen des Vorhabens ansatzweise sowohl definitorisch als auch mit Daten geschlossen werden.

Laufzeit:
2018
2019
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Projekttitel:
Energie-Ökonomie-Modellierung mit Szenarien zu erneuerbaren Energien
Projektbeschreibung:

Hauptziel ist die Entwicklung eines energiewirtschaftlichen Modells e3.dz für Algerien und die Möglichkeit für algerische Partner, das Modell für die Projektion und Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen der langfristigen Entwicklung des algerischen Energiesystems unter verschiedenen Szenarien zu nutzen. Im Modell 3e.dz werden drei Szenarien für den Einsatz erneuerbarer Energien definiert und umgesetzt: Business-as-usual, Renewables High Ambition und Renewables Moderate Ambition. Zwei weitere Szenarien werden die Verbesserung der Energieeffizienz quantifizieren. Die Schulung der nationalen Partner schließt die Modellanwendung ein.

Laufzeit:
2018
2019
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Projekttitel:
Vertiefte ökonomische Analyse einzelner Politikinstrumente und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Projektes werden folgende Forschungsfragen beantwortet: In welcher Höhe können Anpassungsmaßnahmen und -instrumente erwartbare Schadenskosten durch den Klimawandel reduzieren und welche Kosten sind damit verbunden? Welche Wechselwirkungen zwischen den Maßnahmen und Politikinstrumenten der Klimaanpassung und welche Nebeneffekte auf andere Politikbereiche treten auf (Verstärkungs- und Abschwächungseffekte) und wo liegen die Stellschrauben? Wie können ökonomische Analyseansätze genutzt werden, um geeignete Politikinstrumente zur Klimaanpassung zu identifizieren? Welche gesamtwirtschaftlichen Wirkungen erzeugen die Maßnahmen und Politikinstrumente zur Klimaanpassung auf Wachstum, Beschäftigung und regionale sowie sektorale Wertschöpfung und - in erweiterter Perspektive - welche relevanten anderen gesellschaftlichen Wirkungen werden erzeugt? Welche Kosten der Anpassung entstehen bei Bund, Ländern, Kommunen, Unternehmen sowie Eigentümern und Nutzern von Flächen und Gebäuden unter den gegebenen Zuständigkeiten und welche erwartbaren Schadenskosten können jeweils durch diese Akteure reduziert werden?

Laufzeit:
2016
2019
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Projekttitel:
Lokale Wirtschaftsentwicklung durch Erneuerbare-Energien-Projekte in Algerien
Projektbeschreibung:

Die mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbundenen wirtschaftlichen Chancen haben sich als ein starkes Argument herausgestellt um den Ausbau zu motivieren und zu stützen. Die GWS hat hierbei sowohl in Deutschland als auch international maßgeblich zur Methodenentwicklung beigetragen. Algerien will bis zum Jahr 2030 den Anteil von RE am Strom-Mix auf 27 % und den Anteil an installierter Leistung auf 37 % steigern. Seit 2015 wurden 20 Solarparks (Photovoltaik) mit einer gesamten installierten Leistung von 343 Megawatt (MW) in Betrieb genommen. Im Zeitraum 2016 bis 2020 sollen Solar- bzw. RE-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4000 MW entstehen. Zur Abschätzung der Beschäftigungswirkung dieses Ausbaupfades in Algerien sind die folgenden Arbeitsschritte geplant:

1. Schätzung der im Rahmen der RE-Projekte in Algerien bis 2030 zu schaffenden Arbeitsplätze (brutto, netto, direkt, indirekt)

2. Schätzung des Beitrags zur Entwicklung des Dienstleistungssektors (KMU, Arbeitsplätze)

3. Identifizierung der aus dem Blickwinkel der Arbeitsplatzbeschaffung zu priorisierenden RE-Technologien

Laufzeit:
2018
2018
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Schaubild:
Projekttitel:
Aktualität von Umweltdaten und Indikatoren erhöhen und die Nutzung für die Politikberatung verbessern
Projektbeschreibung:

Eine der zentralen Aufgaben des Umweltbundesamtes ist die Bereitstellung von Daten zur Umwelt. Sie geben Auskunft zur Umweltbelastung und zum Umweltzustand in Deutschland und sind ein wichtiges Instrument für die Politikberatung, da sie Hinweise geben, wo Handlungsbedarf besteht oder Erfolge erzielt wurden. Wegen der Komplexität der betrachteten Systemzusammenhänge stehen hinter den Indikatoren oft umfangreiche Berechnungsverfahren. Entscheidend - auch für die öffentliche Wahrnehmung - ist die Aktualität der Daten. Vor diesem Hintergrund soll mit dem Vorhaben die Aktualität von zentralen Umweltdaten und Umweltindikatoren verbessert werden. Hierzu werden für ausgewählte Größen Schätzmethoden entwickelt und angewandt

Laufzeit:
2017
2018
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Schaubild:
Projekttitel:
Sozioökonomische Szenarien als Grundlage der Vulnerabilitätsanalysen für Deutschland
Projektbeschreibung:

Für Deutschland wurde 2015 erstmals die Vulnerabilität gegenüber dem Klimawandel sektorenübergreifend-integriert bewertet. Dabei wurden die Regionen und Systeme identifiziert, die besonders durch den Klimawandel gefährdet, das heißt vulnerabel, sind. Es wurden Daten der Klimaforschung mit sektoralen Daten und soziökonomische Daten verschnitten. Bis 2021 ist eine Aktualisierung vorgesehen. Die GWS entwickelt dafür im Auftrag des Umweltbundesamts drei sozioökonomische Szenarien als Zulieferung. Im ersten Schritt erfolgt die Quantifizierung auf nationaler Ebene mit dem umweltökonomischen Modell PANTA RHEI. In einem zweiten Schritt werden die nationalen Modellierungen mit PANTA RHEI REGIO bis 2035 auf die Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte übertragen (NUTS 3). Als Ergebnis werden Projektionen zur Flächennutzung und sozioökonomische Kenngrößen ermittelt.

Laufzeit:
2017
2018
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Schaubild:
Projekttitel:
Priorisierung und Bewertung von Wertschöpfungsketten im Bereich der erneuerbaren Energien im Libanon
Projektbeschreibung:

Das Vorhaben umfasst die Analyse von Wertschöpfungsketten im Bereich erneuerbarer Energien Im Libanon. Basierend auf einer Literaturauswertung und Interviews vor Ort werden die wichtigsten Technologien für den Libanon vor dem Hintergrund der Zukunftsfähigkeit, der Preiswürdigkeit und des Beschäftigungspotentials ausgewählt und für diese eine datengestützte Wertschöpfungs- und Beschäftigungsanalyse durchgeführt. 

Laufzeit:
2017
2018
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Schaubild:
Projekttitel:
Makroökonomische Wirkungen und Verteilungsfragen der Energiewende
Projektbeschreibung:

Ziel der Energiewende ist der Umbau des Energiesystems zu einem klimafreundlichen System und der gleichzeitige Ausstieg aus der Kernenergie bei Gewährleistung einer sicheren, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung. Die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien sind dabei wesentliche Bestandteile. Während für die Bereiche Effizienz (jährliche Steigerung der Endenergieproduktivität um 2,1 %), erneuerbare Energien (Anstieg auf 60 % am Bruttoendenergieverbrauch bis 2050) und Klimaschutz (40 % THG-Minderung bis 2020; mindestens 80 % bis 95 % bis 2050) klare und messbare Indikatoren mit quantifizierten Zielen und Zwischenzielen im Energiekonzept hinterlegt sind, ist dies für die wirtschaftliche Dimension nicht der Fall. Die Messung der gesamtwirtschaftlichen Effekte der "Energiewende" ist deshalb methodisch deutlich schwieriger.
Vor diesem Hintergrund hat ein Konsortium aus Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prognos AG und Fraunhofer ISI ein Forschungsvorhaben zu den makroökonomischen Wirkungen und Verteilungseffekten der Energiewende im Auftrag des BMWi von Juli 2015 bis November 2018 bearbeitet. Das Vorhaben ist in sechs Arbeitspakete gegliedert, die unter www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/arbeitsplaetze-und-beschaeftigung dokumentiert sind.
Auf Basis einer kurzen Systematisierung der Effekte zu Projektbeginn in Arbeitspaket (AP) 1 ist das Konzept einer energiewirtschaftlichen Gesamtrechnung in AP 2 worden. Sie umfasst einerseits die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung. Andererseits werden zentrale Größen wie Investitionen und Beschäftigung für die umfassend definierte Energiewirtschaft bestimmt (sog. Bruttoeffekte). Außerdem werden verminderte Energieimporte ermittelt.
Im AP 3 geht es zunächst um die Entwicklung eines kontrafaktischen Szenarios, das für den Betrachtungszeitraum 2000 bis 2050 eine Welt ohne Energiewende beschreibt, und eines Zielszenarios, in dem die Ziele der Bundesregierung erreicht werden. Im Vergleich des Zielszenarios mit der kontrafaktischen Welt werden in gesamtwirtschaftlichen Modellanalysen die Nettoeffekte der Energiewende sowohl ex post als auch ex ante ermittelt. Verteilungseffekte der Energiepolitik sind im AP 4 zunächst auf ihre Bedeutung hin weiter geordnet worden. Fragen der personellen Einkommensverteilung und der regionalen Wirkungen der Energiewende sind vertieft betrachtet worden. Zusätzliche Vorteile der Energiewende wurden parallel zu den anderen Arbeitsschritten in AP 5 ermittelt. Im Rahmen von AP 6 wurden mögliche Engpässe der Energiewende vor dem Hintergrund der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland diskutiert.

Laufzeit:
2015
2018
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