Demografische Alterungsprozesse – Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung.
Bernardt, F., Biermanski, L., Fuchs, M., Haug, S., Heins, F., Hoymann, J., Irlenborn, Y., Küpper, P., Maretzke, S., Mettenberger, T., Nowossadeck, E., Plazek-Stier, M., Schlömer, C., Schur, A., Sonnenburg, A., Sujata, U., Teves, N., Vetter, M., Weber, K., Weyh, A. & Zenk, J. (2025): Demografische Alterungsprozesse – Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung. Dezembertagung 2024, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). BBSR-Online-Publikation 50/2025, Bonn.Abstract
Im Dezember 2024 führten der Arbeitskreis „Städte und Regionen“ der Deutschen Gesellschaft für Demographie e. V. und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gemeinsam die DGD/BBSR-Dezembertagung zum Thema „Demografische Alterungsprozesse. Chancen und Herausforderungen für die Regionalentwicklung“ durch. Wie in den Jahren zuvor wurde auch dieses Tagungsthema im Rahmen einer Online-Umfrage unter den vielen Interessierten an dieser Tagung ausgewählt.
Wesentliche Ursache der demografischen Alterung ist zum einen das niedrige Geburtenniveau, das den Ersatz der Elterngeneration in fast keinem Kreis Deutschlands mehr sichert. Die Alterung resultiert aber auch aus der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung, in deren Ergebnis ein neugeborenes Kind immer älter wird. Die altersselektiven Effekte der Wanderungen können die demografische Alterung in den Regionen umkehren, mindern oder auch weiter forcieren, je nachdem wie sich die regionale Wanderungsbilanz gestaltet. In Regionen mit anhaltenden Wanderungsgewinnen wird die demografische Alterung gemindert, in seltenen Fällen sogar umgekehrt. In Regionen mit langfristig relativ einseitigen Wanderungsverlusten wird sie dagegen weiter forciert.
Die Palette der Vorträge und Themen der Dezembertagung reichte dabei von Analysen und Prognosen zur regionalen Entwicklung der Alterung der Bevölkerung in Deutschland und Europa über die Auswirkungen auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung bis hin zu den spezifischen Auswirkungen auf die regionalen Wohnungs- und Arbeitsmärkte. Auch die Auswirkungen auf das zivilgesellschaftliche Engagement, die Stadtentwicklung, die Mobilität oder die Altersarmut wurden diskutiert. Die abschließende Podiumsdiskussion untermauerte die Erkenntnis, dass zu diesem Themenfeld bereits viel Wissen und Erfahrungen vorliegen. Es gilt, sich noch besser auf die vielfältigen Herausforderungen der Alterung einzustellen, die die Regionen heute und in Zukunft durchaus unterschiedlich betreffen.
