Projektion von Flächenverbrauch und Freiraumflächenverlusten in 2030.
Gutsche, J.-M., Bernardt, F., Ulrich, P., Plassenberg, J., Blätgen, N., Dugay, S., Hoymann, J., Dosch, F., Franz, E., Poglitsch, P., Krüger, T. & Behnisch, M. (2025): Projektion von Flächenverbrauch und Freiraumflächenverlusten in 2030. In: Meinel, M. & Behnisch, M. (Hrsg.): Flächennutzungsmonitoring XVII. Flächenpolitik – Bodenversiegelung – Prognosen. IÖR Schriften, Band 83, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR), Dresden, S. 209–223.Abstract
Ziel eines laufenden Vorhabens des Umweltbundesamtes ist eine Prognose der Freiraumflächenverluste bis 2030 bzw. 2050. Hierzu wird ein dreistufiges Verfahren angewendet. Mithilfe des Modells QMORE_PR werden im ersten Schritt die zukünftigen Entwicklungen der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland auf Ebene der Kreise bis zum Jahr 2050 projiziert. Durch die Einbindung in das gesamtwirtschaftliche Modell INFORGE berücksichtigt es nachfragebezogene Faktoren wie das Wirtschaftswachstum, demografische Veränderungen sowie den sektoralen Strukturwandel. Zudem wurde es um ein Modul zur Abbildung des Ausbaus der erneuerbaren Energien erweitert. Die so ermittelten Flächenbedarfe auf Kreisebene werden in einem zweiten Schritt mithilfe des Modells "Land Use Scanner" in einem kleinräumigen Raster modelliert. Die kleinräumige Verortung erlaubt im Zuge der abschließenden Auswertung eine Verschneidung mit Gemeindegrenzen, Schutzgebieten und anderen Gebietskulissen. Der Beitrag gibt einen Werkstattbericht und stellt das bereits vorliegende Referenzszenario vor.
Keywords
Freiraumverluste, Flächennutzung, Projektionen, Modellierungen, Land Use Scanner
