GWS Discussion Paper: Die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Weltwirtschaft – Simulationsrechnung mit dem Welthandelsmodell GINFORS

In dem aktuellen GWS-Diskussionspapier 2022/03 werden die Effekte des Ukraine-Krieges und die dadurch induzierten Sanktions-, Embargo- und Preiseffekte auf die Weltwirtschaft und auf einzelne Länder abgeschätzt. Unter den getroffenen Annahmen kommt es in Folge des Krieges zu einem schwächeren Welthandel und zu einer schlechteren BIP-Entwicklung bei den meisten Ländern. Einige Länder können allerdings von den Kompensationsbedarfen sowohl von Russland als auch von den sanktionierenden Ländern profitieren. Auch federn sie die länderspezifischen Effekte merklich ab. Die Effekte auf die sanktionierenden Länder sind unterschiedlich stark – je nach Intensität der Handelsbeziehung mit Russland und der Ukraine.

Die in diesem Papier getroffenen Annahmen bilden kein Energieembargo-Szenario ab. Vielmehr wird ein schleichender Austritt der sanktionierenden Länder von der Energierohstoffabhängigkeit zu Russland angenommen – so, wie es von der Bundesregierung momentan verfolgt wird. Ein stärkeres Szenario, das einen sofortigen Ausstieg und keine Kompensationseffekte annimmt, würde deutlich stärkere Effekte bewirken. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Studie war noch nicht bekannt, ob North Stream 1 nach der Wartung von Russland wieder aktiviert wird.

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