Nachhaltige Entwicklung

Der Rohstoff-Fußabdruck (englisch Raw Material Consumption, RMC) ist nicht nur eine zentrale Berichtsgröße zur Beurteilung der weltweiten Inanspruchnahme von Primärrohstoffen für Konsum- und Investitionszwecke in Deutschland, sondern auch ein international im Kontext der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (den sogenannten Sustainable Development Goals, SDGs) etablierter Indikator zur Beurteilung von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen bezüglich der Nachhaltigkeitsziele „Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern“ (SDG 8) sowie „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“ (SDG 12). Das Team des Bereichs „Globale Entwicklungen und Ressourcen“ verfügt über die notwendige Expertise zur Berechnung und Fortschreibung zukünftiger Entwicklungen dieses Fußabdruck-Indikators (und weiterer) auf Basis von globalen multiregionalen Input-Output(MRIO)-Analysen und darauf aufbauenden Ex-ante-Modellierungen.

Vor dem Hintergrund dieses spezifischen Fachwissens bearbeiten wir im allgemeinen Themenfeld der nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsberichterstattung auch weitergehende Vorhaben und Forschungsfragen. Der Ressourcenschonungs- und Klimaschutz-Nexus repräsentiert einen zentralen inhaltlichen Schwerpunkt unserer diesbezüglichen Forschungstätigkeiten. Entsprechende Vorhaben werden von uns in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich „Energie und Klima“ bearbeitet. Auch die Bioökonomie liegt an der Schnittstelle von Klima- und Ressourcenpolitik und wird daher von uns ebenfalls seit Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich „Energie und Klima“ bearbeitet. 

Daneben decken wir ein weites zusätzliches Leistungsspektrum ab: Konzeptionelle Studien zu Inhalten und Strukturen eines ökologische tragfähigen Wohlfahrtskonzepts bzw. multidimensionaler Nachhaltigkeitsberichtssysteme werden von uns ebenso bearbeitet wie Forschungsvorhaben zur integrierten Betrachtung der SDGs unter Anwendung systemdynamischer Bewertungsansätze. Individuelle Dienstleistungsaufträge zum Monitoring aktueller Indikatorentwicklungen runden unsere Aktivitäten in diesem Themenfeld ab. Unter Anwendung maßgeschneiderter statistisch-ökonometrischer Analysealgorithmen entwickeln wir dabei State-of-the-Art-Trendidentifikations- und Nowcast-Routinen.
 

Modelle und Methoden

GINFORS
- Maßgeschneiderte Analysen globaler MRIO-Datenbanken (wie GLORIA, EXIOBASE oder FIGARO)
- Eigenständige statistisch-ökonometrische Analysealgorithmen
 

Projekte

Vorbereitung eines systemischen Monitorings der Bioökonomie in Deutschland (SYMOBIO 2Plus)
Wissenschaftliche Begleitforschung zu aktuellen Diskursen zur Ressourcenschonung – nationale, europäische und internationale Ebene
SYMOBIO 2.0 – Konsolidierung des systemischen Monitorings und der Modellierung der Bioökonomie
Integrierte Betrachtung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in Transformationspfaden hin zu einem ressourcenschonenden und treibhausgasneutralen Deutschland (FKZ 3721 31 101 0, ReFoPlan)
Clean Sky 2 – Unterstützung der ökonomischen Modellierung im Rahmen der Arbeiten des Technology Evaluators im Projekt Clean Sky 2
Bioökonomie in Europa und SDGs: Entwicklung, Beitrag, Trade-off
Quantitative Bewertung von Umweltindikatoren
SYMOBIO: Systemisches Monitoring und Modellierung der Bioökonomie
Erreichbarkeit der Paris-Ziele – Synergien und Zielkonflikte bei Nachhaltigkeitsindikatoren
Aktualität von Umweltdaten und Indikatoren erhöhen und die Nutzung für die Politikberatung verbessern
Global nachhaltige materielle Wohlstandsniveaus – Analyse und Veranschaulichung global nachhaltiger materieller Versorgungsgrade auf der Ebene von Haushalten
Eckpunkte eines ökologisch tragfähigen Wohlfahrtskonzepts als Grundlage für umweltpolitische Innovations- und Transformationsprozesse – Teil 1
Macroeconomic Modelling of Sustainable Development and the Links between the Economy and the Environment (MacMod)
Die ökologischen und ökonomischen Wirkungen eines nachhaltigen Konsums in Deutschland

Publikationen